
Ein frischer Blick auf Friedrich Vordemberge-Gildewart – Neuer Stiftungsvorstand nimmt seine Arbeit auf
Osnabrück. Neue Kulturprojekte sollen die Auseinandersetzung mit Person und Werk des Osnabrücker Konstruktivisten Friedrich Vordemberge-Gildewart intensivieren. Dafür setzt sich der neue Vorstand der Treuhandstiftung kunst.konkret.konstruktiv vordemberge-gildewart in Osnabrück ein.
„Wir bieten neue Blicke auf Friedrich Vordemberge-Gildewart an. Als einer der wichtigsten Vertreter der konstruktiven Kunst des 20. Jahrhunderts lohnt Vordemberge-Gildewart immer wieder die Entdeckung“, sagt Stefan Lüddemann, Vorsitzender des neu gewählten Vorstandes der Treuhandstiftung kunst.konkret.konstruktiv – vordemberge-gildewart. Er kündigte Kulturprojekte an, die neue Perspektiven auf das Werk des Künstlers eröffnen sollen.
Zu den Projekten des Stiftungsvorstandes zählen eine Ausstellung mit Fotos Vordemberge-Gildewarts, ein Tanzprojekt der Osnabrücker Tänzerin Erneste Junge und ein Symposium, das Vordemberge-Gildewart als Figur der internationalen Kunstszene neu verorten soll. Diese und weitere Projekte werden nach den Worten von Lüddemann die Potenziale aufzeigen, die das Werk des Künstlers weiter bietet.
Im Rahmen der neuen Projekte soll das Werk Vordemberge-Gildewarts auch im Rahmen des „Tages der Niedersachsen“ vom 29. bis zum 31. August 2025 in Osnabrück mit Publikumsangeboten erlebbar gemacht werden.
Zu dem neu gewählten Stiftungsvorstand gehören neben Stefan Lüddemann der stellvertretende Vorsitzende Dr. Hans Peterse sowie die Mitglieder Gabriele Grosser, Marita Hopster-Siebert, Bert Karrasch, Niklas Sievert und Torsten Wächter.
Der Vorstand dankt Dr. Siegfried Hoffmann, der den Vorsitz der Treuhandstiftung seit ihrer Gründung 2018 innehatte. „Siegfried Hoffmann hat Friedrich Vordemberge-Gildewart überhaupt wieder in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt und wichtige Impulse gesetzt“, würdigt Stefan Lüddemann die Arbeit Hoffmanns, der den neuen Vorstand als beratendes Mitglied unterstützt.
Die Treuhandstiftung kunst.konkret.konstruktiv – vordemberge-gildewart ist eine unselbständige Stiftung unter dem Dach der Bürgerstiftung Osnabrück. Sie initiiert Projekte zu Person und Werk Friedrich Vordemberge-Gildewarts.
Zu ihren Aktivitäten gehörten zuletzt eine Ausstellung zum hundertjährigen Jubiläum der ersten Einzelschau Friedrich Vordemberge-Gildewarts 1924 in Hannover sowie ein Symposium über das Werk des Künstlers. Beide Projekte sind in Osnabrück mit Unterstützung der Sievert-Stiftung für Wissenschaft und Kultur verwirklicht worden.
Friedrich Vordemberge-Gildewart (1899-1962) hat als wichtiger Vertreter des Konstruktivismus und der Konkreten Kunst die Kunst des 20. Jahrhunderts maßgeblich mitgestaltet. Der aus Osnabrück stammende Künstler ging nach einer Tischlerlehre nach Hannover, wandte sich im Umfeld der Kestner-Gesellschaft der Konstruktiven Kunst zu und wurde Mitglied von De Stijl und anderer wichtiger Künstlergruppen. Von den Nationalsozialisten verfemt lebte Vordemberge-Gildewart ab 1938 in Amsterdam im Exil. Max Bill berief ihn 1954 an die Hochschule für Gestaltung in Ulm. Vordemberge-Gildewart starb dort 1962.

Bildunterschrift
Aktiv für das Werk Friedrich Vordemberge-Gildewarts: Der neue Vorstand der Treuhandstiftung kunst.konkret.konstruktiv – vordemberge-gildewart präsentiert sich im VG-Haus in der Osnabrücker Altstadt mit seinen Mitgliedern Marita Hopster-Siebert, Torsten Wächter, Stefan Lüddemann, Niklas Sievert, Bert Karrasch, Hans Peterse und Gabriele Grosser (von links). Foto: Hermann Pentermann
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